Friedhof Neuenfelde

         
 

Adresse des Friedhofs
Organistenweg, 21129 Hamburg
(Zufahrt zwischen Nr.13 und 15)
Öffnungszeiten
Der Friedhof ist durchgehend geöffnet.
Friedhofsmeister
Gerd Fahje Telefon 040/745 83 49
Pastoren
Ehepaar Ulrike und Ralf Jenett
Telefon 040/ 745 92 96
Friedhofsverwaltung
Ev.Luth. St. Pankratius-Kirchengemeinde
Organistenweg 7,21129 Hamburg
Ansprechpatnerin
Frau M. Prigge Telefon 040/ 745 9296
Sprechzeiten
Mo.,Di.,Mi.,Fr., 09.00 bis 11.00 Uhr
Do. 16.00 bis 19.00 Uhr
Verkehrsanbindung
Friedhof und Verwaltung
Bus Linie 257
Haltestelle Organistenweg
Bus Linie 150
Haltestelle Neuenfelde, Kirche
Friedhofsträger
Ev.Luth. St. Pankratius-Kirchengemeinde
in Hamburg-Neuenfelde

Seit 1896 vorbereitet, wurde am 3. Dezember 1899 der neue Friedhof rund dreihundert Meter westlich der Neuenfelder Kirche eingeweiht.

Zur Schaffung der 2 ha großen Flächen waren die Gräben, die wie überall in der Marsch das Land durchziehen, zu verfüllen und das Gelände aufzuhöhen. Der Zugang erfolgte noch jahrzehntelang über den Böhlingschen Bauernhof, was zu der sehr drastischen Redensart führte:,, Du kümmst ok noch bi Beutel achtern Missen"( Du komst auch noch hinter Bauer Böhlings Misthaufen, an dem vorbei der Trauerzug den Friedhof erreichte).

Nachdem aber die kleine, alte Durchgangskapelle 1956 durch einen gewesteten Kapellenbau mit 160 Sitzplätzen ersetzt war, gelang 1960 auch die Herstellung einer eigenen Friedhofszufahrt vom Organisten-
weg her. Am Ostgiebel der Kapelle grüßt eine in die Ziegelfassade geschnittene Auferstehungsszene die Friedhofsbesucher. In diese eingefügt sind die Namenstafeln der Kriegstoten beider Weltkriege und der Sturmflutkatastrophe von 1962.

Der Platz vor dem Kapelleneingang wurde 2004 strahlenförmig gepflastert. Den Zugang zur eigentlichen Begräbnisfläche eröffnet ein 1985 nach Entwürfen von Otto Rahm entstandenes großes schmiedeeisernes Tor. Der Friedhof wurde 1896-1899 sehr eng angelegt; die rasterartig angeordneten Grabstätten sind nur 2,30 Meter lang, da in der Marsch jeder Quadratmeter Boden knapp ist.

Nebenflächen zur Auflockerung der Anlage haben sich erst langsam auf frei werdenden Grabflächen schaffen lassen. Dies ist möglich, weil die zunächst sehr großen Familiengräber immer mehr zugunsten von Doppel- oder höchstens Vierergräbern aufgegeben werden.

Alle Gräber haben eine Ost-West- Richtung, die Beisetzung geschieht unabhängig von der Stellung des Grabsteins so, dass die Toten nach Osten ,,sehen", dem kommenden Tag entgegen.

Die Grabsteine, sehr viel schwarzer Granit, zeichnen sich durch abwechslungsreiche, teilweise sehr schöne Schriftformen aus. Aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts stammen ein paar gut erhaltene Jugendstilmotive.

Von den früher zahlreichen galvanoplastischen Engeln sind zwei Exemplare mit erheblichen Kosten instand gesetzt erhalten geblieben.


 
     
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