Neugraben/Hausbruch
Ein Rückblick zeigt, wie vor 100 Jahren das Beerdigungsunternehmen Wallner entstand: 1906 gründete Johannes Schwonberg an der Riztebüttler Landstraße, heute Cuxhavener Straße/Ecke Neugrabener Bahnhofsstraße, eine Tischlerei. Er stellte Särge her und führte mit der Hilfe einer Heimbürgerin (Leich-Frau) Bestattungen durch. In der Chronik "Fischbeker Vergangenheit" wird eindrucksvoll geschildert, wie man in der Vergangenheit im Todesfall vorging. Ein Sarg wurde angefertigt, und der Verstorbene zu Hause darin aufgebahrt. Auch die Trauerfeier wurde dort abgehalten. Zum Friedhof ging der Trauerzug mit pferdebespanntem Leichenwagen.
Im Jahre 1910 zog der Betrieb zum Scheideholzweg am Fischbeker Friedhof. Dort wurde 1960 der letzte handgefertigte Sarg für eine Bäuerin aus Scheideholz hergestellt. 1961, nach dem Tod von Johannes Schwonberg, übernahm Enkel und Tischlermeister Alfred Wallner den Betrieb. 1965 wurde der erste Leichenwagen angeschafft. Die Leichenfrau ging in den Ruhestand und Familie Wallner übernahm deren Aufgaben. Sogar Fernüberführungen wurden jetzt ausgeführt. 1967 legte Alfred Wallner die Prüfung zum Fachgeprüften ab.
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